Markisenanlagen

 

Zur Abschattung von Terrassen, Balkonen, Loggien, und Vorbauten sind verschiedene rollbare Tragrohr Systeme (Gelenkarm-, Teleskop-, und Fallarmmarkisen sowie Pergola-Markisen) am Markt erhältlich. Tragrohr Systeme zeichnen sich durch sehr einfache Montage aus, ihr Neigungswinkel ist je nach Markisen Typ zwischen 5° und 80° einstellbar. Die Tuchspannung rollbarer Markisen erfolgt über im Gelenkarme eingebaute Federn bzw. im Teleskoparm eingebaute Gasdruckfedern, bei Pergola-Markisen ist der Spannmechanismus in die Führungsschienen eingebaut. Markisenbespannungen sind fast immer Acrylstoffe aus Vollzwirngewebe , imprägniert, verrottungssicher, farbecht, öl-, wasser-, und schmutzabweisend, schnell trocknend und luftdurchlässig. Spinndüsengefärbte Acrylstoffe sind wegen ihrer schönen Farbe im Durchlicht sehr beliebt, darüberhinaus sind bedruckte Stoffe sowie beschichtete Sonderstoffe Handelsüblich.

Der Antrieb der Markise erfolgt in der Regel mittels Kurbelgetriebe ohne Anschlag mit einhängbarer Handkurbel (Standartlänge 140cm), oder mittels Elektroantrieb. Durch eingebauten Spezialmotor in der Tuchwelle erhöht dies den Bedienungskomfort und ist bei größeren Breiten zu empfehlen.

Die Gelenkarm-Markise ist eine weit verbreitete Markisenart. Sie kann große Beschattungsflächen erzeugen und findet ihren idealen Einsatz vor allem bei Balkonen und Terrassen. Durch stufenlose Einstellung lässt sie sich nahezu waagerecht bis zu Spannweiten von 5 Meter ausfahren. Sie ist freitragend und liefert beste Beschattungsergebnisse, ohne dabei den Beschattungsbereich in der Nutzung einzuschränken. Breiten bis 8 Meter und mehr sind möglich.

 

 

 

 

Die Kassettenmarkise ist eine Form der Gelenkarmmarkise. Bei der Kassettenmarkise finden  die gesamte Technik sowie das Markisentuch in der Kassette Platz. Im eingezogenen Zustand ist die komplette Markise so vor Regen und Verschmutzung geschützt.  Sie zeichnet sich durch den Schutz der Mechanik und des Tuches in der Kassette besonders in der Langlebigkeit aus.

 

 

 

 

Die Fallarmmarkise ist eine einfache Roll-Markisen-Konstruktion und wird oft als Verschattung und Sichtschutz vor Fenstern angebracht. Die Tücher sind in vielen Fällen nicht ganz lichtdicht, so dass sie zwar als Blendschutz dient, aber dennoch Licht in den Raum lässt. Das Tuch befindet sich auf einer Tuchwelle und wird durch zwei oder mehr Arme, die am unteren Ende des Ausfallprofils befestigt sind, zum Ausfall gebracht. Durch Druckfedern in oder an den Armen wird die benötigte Zugkraft aufgebracht. Je nach Länge und Anbringungshöhe der Fallarme kann der Schwenkbereich zwischen 90 und 140 Grad liegen. Bei Schwenkbereichen über 140 bis 180 Grad werden die Ziehkräfte, die nötig sind, um die gestreckten Arme wieder zu beugen, extrem hoch. Die Bespannung (das Markisentuch) könnte dadurch Schaden nehmen, weil die Nähte bei so großen Neigungswinkeln sehr stark belastet würden. Die Markise kann elektrisch mittels eines in der Tuchwelle liegenden Rohrmotors oder manuell über Getriebe und Kurbel bedient werden.

 

 

Fassadenmarkisen eignen sich für die Verschattung von senkrechten und schrägen Flächen und können auch dem Verlauf der Fassade angepasst werden.

 

 

 

 

 

Je nach Windgeschwindigkeit und Sonnenintensität wird die Markise mittels des Windsensors vollautomatisch aus- oder eingefahren. Manuelles Eingreifen ist über Tastendruck möglich.